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DatensatzNaturwissenschaft

Hase oder Ente: Was bedeutet das Bild?

Sektor Naturwissenschaft Status GeprüftNachfrage 354/Jahr
ZusammenfassungDas Hase-Ente-Kippbild zeigt einen Hasen und eine Ente.

Wie funktioniert die Täuschung?

Zwei Striche übernehmen eine Doppelrolle. Was als Entenschnabel gelesen wird, sind als Hase die Ohren. Der Rest des Bildes bleibt unverändert, nur die Blickrichtung des Tieres kippt.

Wer die Ente sieht, schaut nach links. Wer den Hasen sieht, schaut nach rechts. Beide Lesarten sind vollständig, keine ist die richtige.

Woher stammt das Bild?

Zum ersten Mal gedruckt wurde es am 23. Oktober 1892 in den Fliegenden Blättern, einer humoristischen Wochenschrift aus München. Sieben Jahre später übernahm es der Psychologe Joseph Jastrow für Versuche zur Wahrnehmung.

Was wollte Wittgenstein damit?

Ludwig Wittgenstein zeichnete das Bild selbst ab und nahm es in den Teil auf, der als Philosophie der Psychologie den Philosophischen Untersuchungen beigegeben ist. Er unterschied dort das fortgesetzte Sehen eines Aspekts vom Aufleuchten eines Aspekts, also dem Moment des Umschlagens.

Sein Punkt: Am Bild ändert sich nichts. Die Striche bleiben, wo sie sind. Was sich ändert, liegt vollständig im Betrachter, und trotzdem beschreibt er es als etwas, das er sieht.

Kann man beide gleichzeitig sehen?

Nein, und das ist der interessanteste Teil. Man kann wissen, dass beides da ist, und den Wechsel mit Übung beschleunigen. Gleichzeitig halten lassen sich die Deutungen nicht.

Als Shirt ist das Bild ein zuverlässiger Gesprächsanfang, weil dein Gegenüber zwangsläufig eine Seite wählt.

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Und, gemerkt?

Was kann das Gehirn beim Hase-Ente-Bild nicht?

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